Open Access und generative KI – Chance oder Risiko?
Berlin
16:00
Jasmin Schmitz
In der Session "KI im Publikationsprozess"
Abstract:
Generative KI beeinflusst auch den wissenschaftlichen Publikationsprozess. Autor:innen nutzen entsprechende Tools auf unterschiedliche Weise bei der Erstellung wissenschaftlicher Texte, Verlage versuchen mit Zeitschriften-Policies einen Rahmen vorzugeben, so dass die Regeln der guten wissenschaftlichen (Publikations-)Praxis gewahrt bleiben. Gutachter:innen nutzen entsprechende Tools, um sich die Arbeit zu erleichtern. Aber was ist mit dem Open-Access-Publizieren? Der Vortrag möchte schlaglichtartig aufzeigen, wo das Thema "generative KI" bei Open Access in besonderer Weise aufschlägt: Von Open-Content-Lizenzen und offenen Repositorien, die das Einsammeln von Trainingsmaterial für Anbieter generativer KI-Tools erleichtern, über Missbrauch von Inhalten in frei verfügbaren Datenbanken sowohl zum Erstellen als auch zum Publizieren wenig gehaltvoller Analysen (siehe z.B. doi.org/10.1038/d41586-025-02469-y Titel anhand dieser DOI in Citavi-Projekt übernehmen und doi.org/10.1038/d41586-025-02241-2) Titel anhand dieser DOI in Citavi-Projekt übernehmen. Darüberhinaus nutzen unredliche Anbieter von Publikationsmöglichkeiten wie z.B. Predatory Publisher oder Paper Mills ebenfalls generative KI zur Gewinnmaximierung und haben hier insbesondere auch Open-Access-Zeitschriften im Visier (https://scienceintegritydigest.com/2023/08/10/hindawis-mass-retraction-of-special-issues-papers/). Selbstverständlich nutzen auch seriöse (Open-Access-)Verlage generative KI, um Publikationsprozesse besser zu organisieren und sich gegen unseriöse Angebote zur Wehr zu setzen (z.B. group.springernature.com/gp/group/media/press-releases/new-research-integrity-ai-tool/27769148). Zum Abschluss möchte der Vortrag diskutieren, inwieweit generative KI eine Chance oder ein Risiko für das Open-Access-Publizieren darstellt.