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Samstag, 27.10.2012

Aus der Arbeit von German Medical Science

Hintergrundbericht

Die Online-Plattform German Medical Science (gms) für Zeitschriften, Kongress- und Forschungsberichte bietet freien Zugang zu hochrangigen und qualitätsgeprüften medizinischen Fachartikeln. Mit gms haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem medizinischen Bereich die komfortable Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse online zu publizieren. Doch wie sieht die Arbeit von gms konkret aus?

Donnerstags morgens in der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin in Köln – hier hat das Editorial Office von gms seinen Sitz. Simone Haas schaut in ihrem Büro Manuskripte durch. „Wir betreuen derzeit 16 wissenschaftliche Journals, die über gms publiziert werden“, erzählt die Mitarbeiterin der Online-Plattform. Gemeinsam mit zwei studentischen Hilfskräften kümmert sich Haas um die Publikationen des Open-Access-Portals. Die meisten gms-Journals werden von medizinischen Fachgesellschaften herausgegeben, die dann oft auch die Redaktion übernehmen. Für die Publikation „GMS German Medical Science – An Interdisciplinary Journal“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften übernehmen die Mitarbeiter von gms jedoch die Koordination.

Alle Artikel, die über gms veröffentlicht werden, haben den sogenannten Peer-Review-Prozess durchlaufen. Das bedeutet, dass Fachexperten die Manuskripte durchschauen, die dann gegebenenfalls noch einmal geändert werden müssen. Nur etwa 50 Prozent der eingereichten Manuskripte schaffen es durch das Peer-Review-Verfahren.  

Nach dem Peer Review prüfen Simone Haas und ihre Kollegen die eingegangenen Texte auf formale Korrektheit, passen beispielsweise die Literaturangaben an die gängigen Standards an. So wird gewährleistet, dass die Literaturangaben mit PubMed, einer der größten medizinischen Datenbanken, kompatibel sind. Außerdem vereinheitlichen die Mitarbeiter Schreibweisen und bringen die Manuskripte in das für die Veröffentlichung vorgesehene Layout – mittels speziell für gms entwickelter Computerprogramme. „Teilweise brauchen wir für das Sichten von Artikeln ein bis zwei Tage“, berichtet Simone Haas. „Besonders, wenn die Texte viele Literaturangaben oder Abbildungen haben, da wir diese noch einmal extra bearbeiten müssen“. Das letzte Wort vor der Veröffentlichung hat aber der Autor des Textes, der diesen noch einmal zur Freigabe erhält.

Doch bei gms werden nicht nur wissenschaftliche Journals, sondern auch Abstracts wissenschaftlicher Fachkongresse veröffentlicht. Ein Beispiel dafür ist der Deutsche Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, der vom 23. bis 26. Oktober 2012 in Berlin stattfand. 700 Abstracts zu Vorträgen des Kongresses wurden auf gms veröffentlicht. „Der Vorteil für die Fachgesellschaften ist dabei, dass alle Texte, die auf gms veröffentlicht wurden, zitierfähig und dauerhaft verfügbar sind“, erläutert Anita Eppelin, Leiterin von gms. „Aber wir arbeiten auch ständig daran, gms weiterzuentwickeln. Ein nächster Schritt wird es sein, dass die den Publikationen zugrundeliegenden Forschungsdaten mit gms besser verfügbar gemacht werden können“, sagt Eppelin.