Medizinische Fachinformation für Forschung, Lehre, Versorgung und Öffentlichkeit
Mit einem spezialisierten Erwerbungsprofil und einem umfassenden digitalen Angebot stellt ZB MED wissenschaftliche Fachinformation aus Medizin, Gesundheitswissenschaften und ausgewählte Bereiche der Lebenswissenschaften für Forschende, Studierende, medizinisches Fachpersonal sowie wissenschaftlich interessierte Bürgerinnen und Bürger bereit.
Unser Ziel ist es, den Zugang zu aktueller medizinischer und gesundheitswissenschaftlicher Literatur nachhaltig zu sichern, unabhängig von Standort und institutioneller Anbindung.
Erwerbungsprofil: Fokus auf Medizin und Gesundheitswissenschaften
Das Erwerbungsprofil von ZB MED konzentriert sich auf medizinische und gesundheitswissenschaftliche Kernbereiche.
Im Mittelpunkt der Erwerbung stehen insbesondere:
- Innere Medizin
- Chirurgie
- Onkologie
- Neurologie
- Prävention und Gesundheitsförderung
- Pflegewissenschaften
- Zahnmedizin
- Evidenzbasierte Medizin
- Epidemiologie
- Public Health
Darüber hinaus werden ausgewählte angrenzende Disziplinen der Lebenswissenschaften berücksichtigt, sofern sie einen direkten Bezug zur Humanmedizin aufweisen. Dazu gehören unter anderem:
- Molekularbiologie
- Biomedizin
- Immunologie
- Ernährungswissenschaften
- Neurowissenschaften
- Medizininformatik
- Digitale Gesundheit (Digital Health)
Anpassung der fachlichen Ausrichtung des Erwerbungsprofils
Mit der Konzentration auf medizinische und gesundheitswissenschaftliche Fachbereiche ändert wird das bisherige Angebot und Erwerbungsprofil von ZB MED, das unter anderem auch Bereiche wie Umwelt- und Agrarwissenschaften abdeckte, schrittweise neu ausgerichtet. Ab Sommer 2026 konzentriert sich die Erwerbung von Monografien verstärkt auf medizinische und gesundheitswissenschaftliche Fachgebiete sowie ausgewählte angrenzende Bereiche der Lebenswissenschaften mit medizinischem Bezug. Für fortlaufende Ressourcen wie Zeitschriften und Schriftenreihen tritt diese Fokussierung ab Januar 2027 in Kraft. Themen mit unmittelbarer medizinischer Relevanz werden weiterhin umfassend aufgebaut. Fachgebiete ohne direkten Bezug zur medizinischen Forschung und Versorgung werden dagegen künftig nur noch gezielt ergänzt.
Digitaler Zugang zu medizinischer Literatur und deutschlandweite Literaturversorgung
Ein zentraler Bestandteil der Versorgungsstrategie von ZB MED ist der Ausbau des digitalen Fernzugriffs auf wissenschaftliche Informationsressourcen. Nutzer:innen und Nutzer in ganz Deutschland erhalten dadurch einen einfachen und ortsunabhängigen Zugang zu relevanter Fachliteratur. Nicht elektronisch verfügbare Medien können über die Fernleihe oder Dokumentlieferdienste wie Subito bestellt werden. Damit verbindet ZB MED digitale und klassische Bibliotheksservices zu einer leistungsfähigen Informationsversorgung für Forschung, Studium, medizinische Praxis und Weiterbildung.
Alle Informationen zur Digitalen Bibliothek von ZB MED.
Hybrides Versorgungsmodell für die Medizin von morgen
ZB MED verfolgt ein hybrides Versorgungsmodell aus digitalem Zugang und langfristiger Bestandssicherung. Aktuelle Fachliteratur wird bevorzugt elektronisch bereitgestellt. Gedruckte Werke werden insbesondere dann erworben, wenn sie zum Kern des Erwerbungsprofils gehören und keine vergleichbare digitale Zugriffsmöglichkeit besteht.
Durch die Kombination aus fachlicher Spezialisierung, moderner Sacherschließung nach internationalen Standards und deutschlandweitem Fernzugriff trägt ZB MED dazu bei, die medizinische Informationsversorgung langfristig sicherzustellen und hochwertige wissenschaftliche Informationen dort verfügbar zu machen, wo lokale Bibliotheksangebote nur eingeschränkt vorhanden sind.
Archivauftrag und Bestandserhaltung
Neben der aktuellen Literaturversorgung erfüllt ZB MED einen wichtigen Archivauftrag für die medizinischen und gesundheitswissenschaftlichen Fachgebiete. Historische Bestände werden dauerhaft bewahrt und ausgewählte auszusondernde medizinische Publikationen übernommen.
Die Übernahme erfolgt nach fachlichen Kriterien. Besonders berücksichtigt werden Werke, die bestehende Bestandslücken schließen oder deren langfristige Sicherung als seltene beziehungsweise letzte nachweisbare Exemplare wissenschaftlich relevant ist.
Mit diesem Ansatz verbindet ZB MED den Erhalt des wissenschaftlichen Kulturerbes mit einer zukunftsorientierten digitalen Informationsversorgung für Medizin und Gesundheitswissenschaften.