Nehmen Sie Kontakt auf.

Zur Kontaktliste

Haben Sie Fragen zu Services oder zum Literaturangebot von ZB MED? Benötigen Sie Tipps zur Recherche in LIVIVO?

Kontakt

info@zbmed.de
Telefonnummer: +49 (0)221 999 892 240

Köln

Medizin und Gesundheitswesen

Adresse:
ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
Gleueler Straße 60
50931 Köln

Bonn

Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften

Adresse:
ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften
Friedrich-Hirzebruch-Allee 4
53115 Bonn

InfoCenter

INFORMATION.

WISSEN.
LEBEN.

Infrastruktur- und Forschungszentrum für lebenswissenschaftliche Daten und Informationen.

Thema Lebenswissenschaften?

Wir haben die Werkzeuge für Ihre passgenauen Recherchen.

Kongressdetails

18.02.2027 - 20.02.2027

DeGPT Jahrestagung 2027 „Trauma, Macht und (De)Radikalisierung – Dynamik zwischen Täter:innen, Betroffenen und Helfenden“

Veranstaltungsort
Innsbruck
Kontakt und Ansprechparter

Veranstalter:

Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)

www.degpt.de

Land
Österreich
Kurzinfo

Trauma als relationales und politisches Geschehen ist eng mit autoritären Machtstrukturen und Radikalisierungsprozessen verknüpft. Zunehmende gesellschaftliche Verunsicherung, epistemisches Misstrauen gegenüber etablierten Institutionen und politische Polarisierung führen zum Erstarken extremer Ideologien und stellen damit die Psychotraumatologie vor neue Herausforderungen. Radikalisierungsprozesse fungieren oft als dysfunktionale Bewältigungsstrategien für tiefgreifende Ohnmachtserfahrungen und Identitätskrisen im Rahmen traumatisch erlebter sozialer Exklusion.


Misstrauen gegenüber Anderen wird zunehmend zu einem zentralen Identifikationsmerkmal gruppenbezogener Zugehörigkeit und begünstigt aggressive Projektionsprozesse. Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Spaltungstendenzen steht die Psychotraumatologie sowohl individuell als auch gesellschaftlich vor besonderen Herausforderungen: Sie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Täter:innen, Betroffenen und professionellen Helfer:innen. Welche dynamischen Prozesse entfalten sich in diesem Dreieck von Gewalt, Betroffenheit und Hilfe? Wie lassen sich diese Dynamiken im professionellen Handeln reflektieren und berücksichtigen? Und welche spezifischen Ansätze haben sich in der Arbeit mit radikalisierten Menschen bewährt?


Mit dieser Jahrestagung in Innsbruck widmen wir uns der Schnittstelle von klinischer Arbeit und gesellschaftlicher Verantwortung. Wir beleuchten die Mechanismen der Radikalisierung, Macht- und Gewaltstrukturen aus psychotraumatologischer Sicht und diskutieren Wege der Prävention, der Täter:innenarbeit und des Ausstiegs.


Wir laden Sie herzlich ein, vor der Kulisse der Alpen gemeinsam mit uns zu diskutieren, wie wir professionelle Haltung bewahren und wirksame therapeutische Antworten auf die Spaltungen unserer Zeit finden können.