40th EPF Annual Conference - Seduction
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Wir freuen uns sehr, Sie zur 40. Jahrestagung der Europäischen Psychoanalytischen Föderation (EPF) am 19. und 20. März 2027 in Sevilla einzuladen.
Im Mittelpunkt der Tagung steht das Thema „Verführung“ und die Entwicklung der psychoanalytischen Verführungstheorie von Freud bis zu Jean Laplanche und Ferenczi.
Freuds frühe Verführungstheorie stellte sexuelle Traumatisierung in der Kindheit als wesentlichen Faktor bei der Entstehung von Hysterie heraus. Nach ihrer Aufgabe im Jahr 1897 rückten unbewusste Fantasien und die psychische Realität stärker in den Mittelpunkt der Psychoanalyse. Zugleich blieb die Bedeutung realer traumatischer Erfahrungen und sexuellen Missbrauchs bestehen.
Jean Laplanche griff Freuds ursprüngliche Theorie später auf und entwickelte sie zur „Allgemeinen Verführungstheorie“ weiter. Dabei steht die frühe Beziehung zwischen Kind und erwachsenem Anderen sowie die Übermittlung unbewusster und „rätselhafter Botschaften“ im Zentrum. Auch Ferenczis Konzept der „Sprachverwirrung“ und die Bedeutung der frühen Mutter-Kind-Beziehung werden in diesem Zusammenhang neu betrachtet.
Die Tagung lädt dazu ein, diese theoretischen Kontroversen weiterzudenken und zu diskutieren, wie die Psychoanalyse heute mit traumatischen Erfahrungen, sexueller Gewalt und den subjektiven Narrativen von Patientinnen und Patienten umgeht.
Wir freuen uns, Sie gemeinsam mit den spanischen psychoanalytischen Gesellschaften im Hotel Barceló Sevilla Renacimiento begrüßen zu dürfen.