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Gründung des Notfallverbundes der Kölner Archive und Bibliotheken

Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Einrichtungen sowie der Stadt Köln bei der Gründung des Notfallverbundes der Kölner Archive und Bibliotheken - Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, Marion Mennicken, rba_d047240_038

Notfallverbund der Kölner Archive und Bibliotheken

Beteiligte Einrichtungen am Notfallverbund der Kölner Archive und Bibliotheken

Mittwoch, 07.03.2018

Kölner Gedächtnisinstitutionen vereinbaren Zusammenarbeit zur Notfallvorsorge

Alle zwei Jahre am ersten Märzwochenende findet bundesweit der Tag der Archive statt. In diesem Jahr fiel er auf den neunten Jahrestag des Einsturzes des Kölner Stadtarchives am 3. März 2009. Aus diesem Anlass war der Aktionstag gekoppelt mit einer weiteren Veranstaltung: der Gründung des Notfallverbundes der Kölner Archive und Bibliotheken. Für ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften unterzeichnete Gabriele Herrmann-Krotz, Kaufmännisch-Administrative Geschäftsführerin, die Vereinbarung zur gegenseitigen Unterstützung in Notfällen im Historischen Rathaus zu Köln. Insgesamt 21 Kölner Einrichtungen in privater, städtischer, staatlicher und kirchlicher Trägerschaft haben sich auf Aufgaben und Maßnahmen zur Notfallvorsorge geeinigt, um im Katastrophenfall schriftliches Kulturgut retten zu können.

Zahlreiche deutsche Städte und Regionen haben in den vergangenen Jahren bereits Notfallverbünde gegründet. Ziel ist es, gemeinsam und vorbereitet auf Notfälle in den unterschiedlichen Einrichtungen reagieren zu können. Mit dem Notfallverbund für Köln werden nun gegenseitige Unterstützungsmaßnahmen, Beschaffung von Notfallmaterialien, der Einsatz von Notfallpersonal, die Kooperation mit den Einsatzkräften und weitere Details abgestimmt. So werden die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt der beteiligten Kölner Einrichtungen, die schriftliches Kulturgut erhalten, gestärkt. In Notfallsituationen ermöglicht dies effiziente und zielgerichtete gemeinsame Maßnahmen.

Der Einsturz des Kölner Stadtarchives vor neun Jahren hat die Bedeutung solcher Maßnahmen verdeutlicht. Auch ohne Notfallplan konnten Archivarinnen und Archivare, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sowie mehrere tausend freiwillige Helferinnen und Helfer zwar 95 Prozent der 30 Regalkilometer Archivgut, welches vom Einsturz betroffen war, retten. Davon sind 31 Prozent heute wieder eingeschränkt nutzbar. Allerdings rechnet das Archiv damit, dass es 30 bis 40 Jahre dauern wird, bis das gesamte Material der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung steht. Der Kölner Notfallplan ist ein wichtiger Schritt, um für zukünftige Schadensfälle umfassend gerüstet zu sein. 

Neben dieser lokalen Notfallvereinbarung hat ZB MED bereits seit Langem internationale Vereinbarungen für den Katastrophenfall getroffen. Das Informationszentrum kooperiert zu diesem Zweck unter anderem mit den weltweit größten Fachbibliotheken für Medizin und Agrarwissenschaften, der National Library of Medicine und der National Agricultural Library in den USA.

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