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Lebenswissenschaftliche Forschung braucht Infrastruktur.

ZB MED forscht dazu anwendungsorientiert.

Laufende Projekte

Die Entwicklung von anwendungsorientierten Services für Wissenschaft und Forschung stehen im Fokus der Projekte von ZB MED. In welche Richtung geht die Wissenschaft? Welche Anforderungen an eine Fachinformationseinrichtung haben Nutzerinnen und Nutzer? Welche Trends sind relevant und welche nicht? Mit Marktforschung und Projekten beantwortet ZB MED diese Fragen – immer wieder neu und am Puls der Zeit!

"Aus Projekten werden Produkte – oder Teile eines Produkts." Das ist das Ziel aller bei ZB MED durchgeführten Projekte.

Derzeit laufen folgende Projekte

Text und Data Mining

Zum Aufbau einer Wissensbasis für die Lebenswissenschaften wird ein Text- und Data- Mining-Workflow implementiert, der automatisiert semantische Konzepte in Dokumenten erkennt. Semantische Konzepte beziehen sich auf lebenswissenschaftliche Begriffe, die im Internet auf etablierte Datenbanken verlinkt werden können, Synonyme aufweisen und die auch Relationen untereinander haben, zum Beispiel in Form einer Hierarchie. Als Quelle für Dokumententexte werden initial die Metadaten von Publikationen, die in LIVIVO nachgewiesen sind verwendet. Dies wird ausgebaut, um Volltexte aus Dokumenten der ZB MED-Publikationsplattform German Medical Science (GMS) zu annotieren. Die Annotationen geben darüber Auskunft, welche Begriffe in welchen Dokumenten gefunden wurden. Dies erlaubt beispielsweise, spezifischere Filter in LIVIVO zu verwenden, Volltexte in GMS zu verlinken oder Dokumentenmengen ausschließlich über die vorkommenden Konzepte darzustellen.

SynOA-PUB

Das Projekt „Publikationsinfrastrukturen für Open Access Gold und Open Access Grün“ (SynOA-PUB) zielt auf die bedarfsgerechte Ausweitung und Stabilisierung der Publikationsinfrastrukturen für Open Access. ZB MED bietet in Kooperation mit dem DIMDI und der AWMF seit 2003 die Open-Access-Plattform German Medical Science (GMS) für Zeitschriften und Kongresse aus dem Bereich der Medizin an.
Neu hinzugekommen sind die Living Handbooks für die Lebenswissenschaften. In den kommenden zwei Jahren wird ZB MED den fachspezifischen Bedarf von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowohl aus den Geisteswissenschaften, den Naturwissenschaften als auch den Lebenswissenschaften eruieren und alle Publikationsformate (Kongresse, Zeitschriften, Bücher) entsprechend weiterentwickeln. Neue Tools ermöglichen es Forschenden, ihre Ergebnisse mit allen Vorteilen des digitalen Publizierens handhabbar und qualitativ gesichert, weltweit auffindbar und zugreifbar Open Access zu veröffentlichen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert SynOA-PUB mit Drittmitteln in Höhe von rund 300.000 Euro (mehr zu dem Förderprogramm „BMBF-Förderrichtlinie des freien Informationsflusses in der Wissenschaft – Open Access“ und den dort geförderten Projekten).

Living Handbook of Perishable Food Supply Chains

Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt Living Handbook of Perishable Food Supply Chains dient dem Auf- und Ausbau der Publikationsplattform für Living Handbooks. Die Plattform, die auf der Open Source „Drupal“ basiert, ermöglicht die agile Publikation von Handbüchern aus den Lebenswissenschaften. Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Cold-Chain-Management an der Universität Bonn wird die Plattform den aktuellen Anforderungen modernen Publizierens in den Lebenswissenschaften entsprechend weiterentwickelt. Dazu gehört z.B. ein dynamischer Ländervergleich, um die Publikation immer auf dem neuesten Stand zu halten. 
Das Living Handbook of Perishable Food Supply Chains fördert die DFG mit rund 350.000 Euro. Davon erhält ZB MED rund 242.000 Euro für den fachspezifischen Aufbau der Plattform.

Das ZB MED-Knowledge-Environment – Gebündelte Informationen aus den Lebenswissenschaften

Das Herzstück der Informationsdienste und der angewandten Forschung bei ZB MED ist das ZB MED-Knowledge-Environment (KE), in dem heterogene Daten aus den Lebenswissenschaften zusammengeführt werden: die digitale vernetzte Wissensbasis.

Das Discovery System LIVIVO bietet den Zugriff auf die Informationen

Anhand des in LIVIVO verwendeten Morphosaurus können Begrifflichkeiten erweitert und mit Metadaten Verfügbarkeitsinformationen im Suchportal LIVIVO verknüpft werden. Dies ermöglicht eine zeitgleiche Recherche in mehr als 60 Millionen Datensätzen aus über 70 Fachdatenquellen in großer fachlicher Bandbreite.
Das KE ist die heterogene Datenbankarchitektur mit Workflows zur Datenanreicherung und -analyse  der Informationsdienste und der angewandten Forschung bei ZB MED. Auch der Export in den Suchindex von LIVIVO erfolgt über die KE.

Was steckt hinter dem Knowledge Environment?

Eine Wissensumgebung, englisch: Knowledge Environment, benutzt praktikable Werkzeuge auf Produktionsqualität, um das Wissen einer wissenschaftlichen Domäne systematisch zu organisieren und Usern Zugriff auf das so repräsentierte Wissen zu erlauben. Die Lebenswissenschaften zeichnen sich durch die Heterogenität der Daten und Informationen in Datenbanken und Literatur aus. Verschiedene Ebenen von Informationen sollten Betrachtung finden, wie zum Beispiel verschiedene Entitätsklassen, Prozesse und Relationen. Dies benötigt verschiedene Views auf die Daten, die abhängig sind von der jeweiligen spezifischen Wissensdomäne innerhalb der Lebenswissenschaften. Als so eine integrative Wissensumgebung wird das ZB MED-Knowledge Environment entwickelt, um eine generische und persistente Datenebene zu schaffen, welche die Modellierung, Speicherung und Verknüpfung semantischer Konzepte zwischen Datenbanken und Literatur ermöglicht. Das ZB MED-KE erlaubt, Daten und Literatur zu kuratieren, anzureichern, Qualitätssicherung zu betreiben und auch den Such-Index von LIVIVO zu exportieren.
Das ZB MED-KE basiert auf einer komplexen Infrastruktur, in der bibliothekarische Metadaten, Volltexte, Faktendaten sowie verknüpfte und angereicherte Informationen zur Datenanreicherung und -analyse zusammen geführt werden. Die angereicherten Informationen können Verfügbarkeitsanzeigen, semantische Entitäten und Links zu externen Datenbanken sein.
Im KE werden die den Datensätzen zugrunde liegenden Metadaten durch Information voll- und halbautomatisch angereichert. Sie sind auch mit Datenbanken oder Ontologien externer Anbieter verknüpft.  

Zugang zu heterogenen Informationen

Von zentraler Bedeutung ist die verbesserte Verknüpfung und Zugänglichkeit von Literatur. Als angereicherte Informationen sind hier vor allem singuläre Forschungsdaten, Pre-Prints und sogenannte Graue Literatur gemeint. Die Graue Literatur bezieht sich hier auf Publikationen auf Forschungsinstituten wie etwa Ressortforschungseinrichtungen und Leibniz-Instituten.

Semantische Anreicherung von LIVIVO

Das ZB MED-Suchportal LIVIVO enthält Metadaten aus 60 Millionen Publikationen der Lebenswissenschaften. Typische Metadaten sind beispielsweise Titel, Namen der Autorinnen / Autoren oder das Erscheinungsjahr. Mit einer neuen Methode werden Titel und Abstract der Publikationen aus LIVIVO extrahiert und die Texte mit den Begriffen des Morphosaurus annotiert.

Projekt KlawiT

Das Projekt KlawiT (Klassifizierung wissenschaftlicher Tweets) beschäftigt sich mit der Fragestellung, wann ein Tweet wissenschaftlich ist. 
Im Projekt arbeiten die beiden zentralen Fachbibliotheken ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft als Projektpartner zusammen. 

Projekthintergrund 

Soziale Medien werden mittlerweile auch in der Wissenschaft eingesetzt, etwa um aktuelle Ergebnisse zu kommunizieren oder auch zu diskutieren. Viele Forschende twittern inzwischen. Die Inhalte sind jedoch meist persönlicher Natur. In der bisherigen Onlineforschung wird bislang der Aspekt vernachlässigt, ob die nicht-privaten Tweets wissenschaftlich gehaltvoll sind. Im Kern steht die Frage, wann ein Tweet wissenschaftlicher Natur ist oder wenigstens einen wissenschaftlichen Kontext hat.
Im Rahmen des Projektes KlawiT untersuchen die Projektpartner nun unter anderem heterogene Tweetsammlungen, die auf Basis medizinischer Fachbezeichnungen zusammengestellt werden. Die Eigenschaften dieser Tweets sollen dahingehend ermittelt werden, dass im Ergebnis ein Klassifikationsframework begründet wird, welches einen wissenschaftlichen Tweet charakterisieren kann. Das Projekt soll zudem Hinweise auf eine mögliche Klassifikation von twitternden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Guidelines für die Erstellung wissenschaftlicher Tweets geben.