Open Access und Open Data im Fokus
Der freie Zugang zu Publikationen und Forschungsdaten ist ein vielversprechender Gedanke. Eine zentrale Frage ist: Wie wird gewährleistet, dass Wissenschaftler diese auch tatsächlich finden und nutzen?
Diese Frage wurde von Wissenschaftlern und Vertretern von Bibliotheken und Verlagen auf der Fachkonferenz „Open Access – Open Data“ kontrovers diskutiert. Rund einhundert Wissenschaftler und Vertreter von Bibliotheken, Verlagen und Forschungsförderern trafen sich am 13. und 14. Dezember 2010 in Köln zur internationalen Fachkonferenz „Open Access – Open Data“ auf Einladung von Goportis, des Leibniz-Bibliotheksverbundes Forschungs-information, bestehend aus den drei zentralen Fachbibliotheken
TIB, ZB MED und ZBW.
Die Bilanz zeigt, dass Open Access bereits relativ etabliert ist, jedoch – etwa hinsichtlich der Finanzierungsmodelle – weiter voran getrieben werden muss.
Der freie Zugang zu Forschungsdaten, Open Data, ist eine Weiterentwicklung der Open-Access-Idee. Wissenschaftliche Publikationen können so überprüft und Daten für weiterführende Analysen verwendet werden. Forschungsergebnisse müssten dafür qualitativ hochwertig, veritabel, auffindbar und langzeitverfügbar sein. Insbesondere wissenschaftlichen Einrichtungen fehlt es sowohl an der nötigen Erfahrung im Umgang mit Forschungsdaten, als auch an der Vernetzung mit anderen Institutionen. Bislang gibt es nur vereinzelt Projekte zum Thema, wie zum Beispiel die internationale Kooperationsinitiative DataCite zur Vergabe von DOIs für wissenschaftliche Artikel und Datensätze. Jan Brase von der TIB informierte darüber auf der Expertenkonferenz. Er war einer der 16 Referenten, die über Projekte, Erfolgsgeschichten und Trends ihrer Institutionen berichteten.
Die Präsentationen sind online einsehbar.
Die Konferenz wurde gefördert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF).






